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Der Heilige Gral der Datenintelligenz: Der Single Point of Truth

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Alle suchen ihn, nur wenige finden ihn – zumindest nicht in der eigenen Systemlandschaft: Den Single Point of Truth. Doch ohne diesen Heiligen Gral der Datenintelligenz ist selbige wenig wert, denn wie sollen auf Basis von Daten die richtigen Entscheidungen getroffen werden, wenn diese wieder und wieder in unterschiedliche Richtungen deuten?

 

Der Single Point of Truth – nicht nur eine Frage der Technologie

Je mehr Daten und je mehr Systeme, desto weiter rückt der Heilige Gral in die Ferne, denn – klar – mit steigender Diversität steigt auch der (technische und konzeptionelle) Integrationsaufwand. Wenn Marketing, Einkauf und Controlling ein jeweils eigenes Verständnis von Umsatz haben, ist nicht nur ein einheitliches Reporting gefordert, sondern als Grundlage dafür zunächst mal sorgfältige definitorische Arbeit: Geht es dem Marketing vielleicht primär um den "Umsatz" aus realisierten "Bestellen"-Klicks, der Einkauf lässt für seinen "Umsatz" stornierte Bestellungen außen vor und die Buchhaltung interessiert am "Umsatz" lediglich, was nach Retouren davon übrig bleibt? In einem solchen Fall sprechen die Abteilungen womöglich über völlig unterschiedliche Werte, während sie doch alle den gleichen Begriff verwenden. Keine Basis für gute Unternehmensentscheidungen!

 

Kennzahlen & KPIs: Ein gemeinsames Verständnis schaffen

Vor einer möglichen technischen Integration geht es also vor allem erst einmal darum, ein gemeinsames Verständnis der relevanten Kennzahlen und KPIs zu schaffen. Dafür können wir folgende Vorgehensweise empfehlen:

Geschftsbereiche Datenintelligenz minubo1. Alle an einen Tisch: Ein gemeinsames Verständnis von Kennzahlen und KPIs setzt den Einbezug der unterschiedlichen Meinungen voraus. Schritt 1 ist deshalb, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Wer sollte in die Diskussion einbezogen werden? Zum Beispiel alle Abteilungsleiter?

2. Sammeln: Bevor wilde Diskussionen um die vermeintlich "richtige" Definition einer Kennzahl ausbrechen, sollte das Ziel sein, alle für das Unternehmen relevanten Kennzahlen und KPIs überhaupt einmal zusammenzutragen. Wie wollen wir unseren Erfolg messen?

3. Differenzieren: Ist das Kennzahlen-Portfolio umrissen, geht es an die Detailarbeit. Unterschiedliche Definitionen derselben Kennzahl müssen aufgedröselt und nachvollzogen werden. Wer hat welches Verständnis und warum?

4. Definieren: Wo im Differenzierungsprozess voneinander abweichende Meinungen ersichtlich werden, muss eine Entscheidung her: Lässt sich ein Konsens zu einer gemeinsamen Definition erzielen? Ist es sinnvoll, mehrere Definitionen nebeneinander gelten zu lassen? Achtung: Ist Letzteres der Fall, muss für die einzelnen Definitionen unbedingt eine jeweils eigene Benennung sowie eine klare Abgrenzung voneinander her.

5. Dokumentieren: Wurde das Kennzahlen-Portfolio auf diese Weise durchgearbeitet und eine Einigung erzielt, muss das Ergebnis dokumentiert werden. Welche Form ist für die Dokumentation und ihren Zweck am besten geeignet?

6. Kommunizieren: Da nach der mühsamen Definitionsarbeit natürlich auf der Basis der erzielten Ergebnisse gearbeitet werden soll, müssen diese kommuniziert werden. Wie können wir alle Mitarbeiter am besten erreichen und ihnen neben den reinen Inhalten auch die Wichtigkeit des Anliegens vermitteln? Wie kann die Dokumentation der Ergebnisse am besten zentral zugänglich gemacht werden?

7. Reflektieren: Ein gemeinsames Verständnis von Kennzahlen und KPIs erzielt zu haben, ist super – aber nicht unbedingt ein in Stein gemeißeltes Endergebnis. Die erarbeiteten Definitionen müssen kontinuierlich reflektiert, im Arbeitsprozess überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Für diesen Prozess sollte unbedingt ein Verantwortlicher und zentraler Ansprechpartner benannt werden, damit die Fäden über die Zeit nicht wieder auseinander laufen. Wer kommt hierfür in Frage und wie sollte der Anpassungsprozess gestaltet sein?

 

...und dann kommt die Technik

Tja, und leider ist die Reise zum Single Point of Truth an dieser Stelle noch nicht vorbei: Nach der Definitionsarbeit folgt in der Regel natürlich auch noch der technische Teil der Umsetzung. Mit der Unternehmens-IT bzw. dem Business Intelligence Anbieter der Wahl werden die zu integrierenden Systeme bestimmt und (auf Basis der vorangegangenen Diskussionen) die Projektziele besprochen – darunter auch die Definition und Berechnung der erforderlichen Kennzahlen und KPIs. Der technischen Integration ist der Weg geebnet!

Alternativ ist auch der Einsatz einer standardisierten, kuratierten, fachspezifischen Business Intelligence Lösung wie minubo eine Möglichkeit: Hier wird das für den digitalen Handel maßgeschneiderte Kennzahlen-Set fix und fertig mitgeliefert, den Single Point of Truth gibt's quasi out of the box. Das spart die lange Anlaufzeit, den Definitionsaufwand sowie das Einholen externer Expertise und bringt handfeste Analyseergebnisse ab Tag 1 – hat allerdings seine Grenzen in der Realisierung individueller Anforderungen.

Und vielleicht reicht Ihnen sogar schon die definitorische Einvernehmlichkeit, um auch auf Basis unterschiedlicher Systeme dieselbe Reportingsprache zu sprechen? Warum auch nicht! Auch das ist eine Art des Single Point of Truth. Jedes Unternehmen sollte die Lösung für sich bestimmen, die ihm am besten gerecht wird.



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